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Hydranten prüfen, ohne dass ein Zettel verloren geht
Warum die Prüfung an der Entnahmestelle steht und nicht in einer Liste – und was das für Kommune und Wasserversorger ändert.
- Autor
- Christopher Sakel
- Veröffentlicht
- 30. August 2026
- Zuletzt geprüft
- 30. August 2026
- Lesezeit
- 1 Min.
Die Prüfung der Löschwasserversorgung ist eine Pflichtaufgabe, und sie scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass drei Stellen dasselbe wissen müssen: die Feuerwehr, die den Hydranten braucht, die Kommune, die ihn unterhält, und der Versorger, der ihn prüft.
Der Weg, den die Angabe heute nimmt
Ein Trupp prüft eine Reihe Hydranten. Notiert wird auf einem Klemmbrett oder im Kopf. Abends überträgt jemand die Ergebnisse in eine Tabelle, schickt sie an die Kommune, und die schickt sie weiter. Bis zur Karte im Fahrzeug kommt davon oft nichts.
Drei Stellen, an denen die Angabe verloren geht – und jede davon ist ein Mensch, der etwas anderes zu tun hat.
Was sich ändert, wenn der Zustand am Hydranten steht
In LORVIS trägt jede Entnahmestelle ihren eigenen Zustand: Nennweite, Ergiebigkeit, Anschlüsse, Zugang, frostsicher, ganzjährig – und das Datum der letzten Prüfung. Wer vor Ort ist, erfasst Messung oder Mangel am Gerät, mit der Koordinate, an der er steht.
Danach ist die Angabe da, wo sie gebraucht wird: auf der Karte im Fahrzeug, auch ohne Netz.
Was das für die Kommune bedeutet
Die Kommune muss die Löschwasserversorgung sicherstellen. Was sie dafür braucht, ist keine Liste, sondern eine Antwort auf zwei Fragen:
- Welche Entnahmestellen gibt es, und wo?
- Wann wurde jede zuletzt geprüft, und mit welchem Ergebnis?
Beides steht am Datensatz. Vorhandene Bestände lassen sich aus OpenStreetMap übernehmen, statt sie abzutippen – und wieder ausgeben, wenn sie woanders gebraucht werden.
Was heute noch fehlt
Ein eigener Zugang für den Wasserversorger, mit Prüfaufträgen und Fristen, ist geplant und heute nicht da. Was das genau werden soll, steht offen im Ausblick – und nicht als Andeutung im Verkaufsgespräch.
Bis dahin gilt: die Prüfung wird von der Feuerwehr erfasst, und der Versorger bekommt sie über den vorhandenen Datenexport.