Rettungsdienst, First Responder und Sanitätsdienst
Das Modul Rettungsdienst führt den ganzen Einsatz – nicht nur das Blatt am Ende. Es begleitet vom Eintreffen über Erstbefund, Vitalwerte und Maßnahmen bis zur Übergabe und Nachbereitung: neun Schritte in der Tiefe des DIVI-Einsatzprotokolls, offline auf dem Tablet, mit Archiv und Einzelblatt im Portal. Gebaut ist es ausdrücklich auch für First Responder, Helfer vor Ort und Sanitätsdienst – außer Kennung und Datum ist kein Feld Pflicht.
Für wen
Drei Einsatzformen, ein Bogen
Ein Rettungswagen dokumentiert anders als ein First Responder und anders als ein Sanitätsdienst auf dem Schützenfest. Deshalb erzwingt der Bogen nichts: Er bietet die Tiefe des DIVI-Protokolls an – und verlangt nur Kennung und Datum.
First Responder und HvO
Sanitätsdienst
Der Bogen
Neun Schritte, in der Reihenfolge des Einsatzes
Der Aufbau folgt dem Einsatz und nicht der Datenbank. Jeder Schritt steht für sich, der Weg führt vorwärts und zurück, und was in einem Schritt fehlt, hält die anderen nicht auf.
Schritt 1
Einsatz
Datum, Einsatznummer der Leitstelle, Einsatzmittel und Funkrufname, Einsatzart und die sieben Zeiten vom Alarm bis zum Einsatzende. Dazu die eingesetzten Kräfte mit ihrer Qualifikation – aus dem eigenen Personal oder frei eingetragen.
Schritt 2
Patient
Person, Alter oder Geburtsdatum, Geschlecht, Anschrift. Dazu die Auffindesituation, das Notfallgeschehen und der Erstbefund.
Schritt 3
XABCDE
Der strukturierte Erstbefund nach dem gewohnten Schema – kritische Blutung, Atemweg, Belüftung, Kreislauf, Bewusstsein, Umgebung. Pupillen rechts und links, Glasgow-Coma-Scale mit Summe.
Schritt 4
SAMPLERS
Anamnese in der bekannten Reihenfolge: Symptome, Allergien, Medikamente, Vorerkrankungen, letzte Mahlzeit, Ereignis, Risikofaktoren, Schwangerschaft. Dazu die Schmerzskala von 0 bis 10.
Schritt 5
Vitalwerte
Blutdruck, Herzfrequenz, Sauerstoffsättigung, Atemfrequenz, etCO₂, Blutzucker, Temperatur, GCS und Rhythmus – als Messreihe mit Uhrzeit, so oft gemessen wird.
Schritt 6
Diagnose
Nach Bereichen geordnet, wie im Papierprotokoll: ZNS, Herz-Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Abdomen, Psychiatrie, Gynäkologie, Infektion, Kind. Verletzungen einzeln nach Körperregion, links und rechts unterschieden.
Schritt 7
Maßnahmen
Atemweg, Beatmung, Zugänge, Wärmeerhalt, Lagerung, Immobilisation, Monitoring – dazu Medikamente mit Dosis, Einheit und Applikationsweg.
Schritt 8
Verlauf
Alles in einer Zeitleiste: Maßnahmen, Medikamente, Messungen und freie Notizen mit Uhrzeit. Reanimation mit Beginn, Defibrillationen und ROSC.
Schritt 9
Übergabe
Übergabe an wen, Zielklinik, Voranmeldung mit Patientenzuweisungscode, Zustand bei Übergabe, NACA, Behandlungs- oder Transportverweigerung, Unterschrift und Abschluss.
In der Praxis
Angekreuzt, nicht getippt – und auch im Funkloch
Dokumentiert wird mit Handschuh, im Fahrzeug, bei Erschütterung. Deshalb stehen die Befunde als Kästchen zum Antippen da und nicht als Textfeld – und zu jeder Gruppe gibt es trotzdem ein Feld für alles Weitere, damit nichts unter den Tisch fällt, nur weil es nicht vorgesehen war.
Der ganze Bogen entsteht auf dem Gerät. Ohne Netz, ohne wartenden Server, ohne verlorene Eingabe: Was im Keller oder im Waldstück eingetragen wird, geht später vollständig und in der richtigen Reihenfolge nach. Der Bogen speichert nach jedem Griff – nicht erst beim Abschluss.
Abgeschlossen wird bewusst einmal. Danach wird das Protokoll gelesen und gedruckt, nicht mehr geändert: Ein Nachweis, der sich nachträglich ändern lässt, ist keiner.

Werte und Verlauf
Was die Anzeige zeigt – und was sie nicht entscheidet

Vitalwerte als Messreihe
Eine Zeitleiste statt drei Listen
GCS und NACA
Übergabe und Verweigerung
Rund um den Bogen
Die Dokumentation ist ein Teil des Einsatzes, nicht der ganze
Ein Protokoll allein hilft an der Einsatzstelle wenig. Die übrigen Module liegen auf demselben Gerät und beantworten die Fragen davor und daneben.
Voranmeldung in der Klinik
Mehr dazu
Zielkliniken
Sichtung beim Massenanfall
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Gefahrstoffe
Mehr dazu
Karte, Objekte und Kontakte
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Zusammenarbeit
Der Bogen hängt am selben Einsatz wie alles andere
Steht die Feuerwehr an derselben Stelle, führen beide dieselbe Lage: Der Bogen des Rettungsdienstes hängt am selben Einsatz wie der Verlauf der Feuerwehr – mit denselben Abschnitten, Einsatzmitteln und derselben Lagemeldung. Über die Organisationsgrenze hinweg entscheidet die Datenfreigabe, was geteilt wird; Gesundheitsdaten erreichen ohnehin nur Geräte mit ausdrücklicher Freigabe.
Danach
Nachbereitung im Portal
Jedes abgeschlossene Protokoll liegt im Portal: nach Zeitraum durchsuchbar, als Einzelblatt zum Drucken und Abgeben. Das Blatt ist auf Papierformat gesetzt – ohne Menüs, ohne Navigation, so wie es abgeheftet wird.
Daneben steht der Einsatz selbst: Verlauf, Zeitleiste, eingesetzte Kräfte und Mittel. Für die Auswertung nach dem Einsatz, für die Dienstbesprechung und für den Nachweis gegenüber dem Träger.
Was heraus soll, geht heraus: Die eigenen Bestände lassen sich als JSON und CSV herunterladen – ohne Antrag und ohne Wartezeit.
- Aufbewahrung
- Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO: ein Jahr, danach werden die Protokolle automatisch gelöscht – auch auf den Geräten.
- Wer sieht die Person
- Name, Geburtsdatum und Anschrift gehen nur an Geräte mit ausdrücklicher Freigabe. Andere sehen den Bogen ohne diese Angaben.
- Wo liegen die Daten
- Auf eigener Infrastruktur in Frankfurt am Main. Die Einsatzdaten verlassen die EU nicht.
- Verlorenes Gerät
- Lässt sich sperren und aus der Ferne leeren.
Nachgefragt
Häufige Fragen
›Ist die Dokumentation ein eigenes Produkt?
›Muss jedes Feld ausgefüllt werden?
›Bewertet die Software den Zustand des Patienten?
›Ist die Unterschrift rechtsverbindlich?
›Rechnet LORVIS Einsätze ab?
›Funktioniert das ohne Netz?
›Können Feuerwehr und Rettungsdienst gemeinsam arbeiten?
Das Modul dazu
Rettungsdienst – eines der drei frei wählbaren Zusatzmodule, sonst 12 € je Gerät und Jahr. Auf der Modulseite steht, was es tut, was es im Dienst ändert und für welche Organisation es gedacht ist.
Fragen dazu?
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