Glasgow Coma Scale
Die Glasgow Coma Scale bewertet Augenöffnen, verbale Reaktion und motorische Reaktion und ergibt eine Summe zwischen 3 und 15. Sie beschreibt die Bewusstseinslage nachvollziehbar statt in Worten wie „somnolent".
GCS – Maß für die Bewusstseinslage
Der Wert lebt vom Verlauf: Eine einzelne Zahl sagt wenig, ein Abfall von 15 auf 11 innerhalb weniger Minuten sagt sehr viel.
Vergeben werden für das Augenöffnen 1 bis 4 Punkte, für die verbale Reaktion 1 bis 5 und für die motorische Reaktion 1 bis 6. Üblich ist, die drei Einzelwerte mitzuschreiben und nicht nur die Summe: Eine 10 kann auf verschiedenen Wegen zustande kommen, und erst die Einzelwerte sagen, auf welchem.
Eine Summe von 8 oder weniger gilt als Hinweis auf eine schwere Bewusstseinsstörung mit gefährdeten Schutzreflexen. Für kleine Kinder gibt es angepasste Fassungen, weil sich die verbale Reaktion bei ihnen nicht in gleicher Weise beurteilen lässt.
Beurteilt wird jeweils die beste Reaktion, die der Patient zeigt. Sind die Augen durch eine Schwellung verschlossen oder ist ein Patient intubiert, lässt sich ein Teilwert nicht erheben; das wird vermerkt statt geschätzt. Entwickelt wurde die Skala für Schädel-Hirn-Verletzungen, verwendet wird sie heute bei Bewusstseinsstörungen jeder Ursache.
Grundlage: Teasdale und Jennett, 1974
In LORVIS
Das Modul Rettungsdienst rechnet die GCS-Summe aus den drei Einzelwerten. Bewertet wird nicht: Die Einstufung trifft die Einsatzkraft.
Modul: Rettungsdienst · ausführlich: Rettungsdienst
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