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LORVIS

MANV

Ein MANV ist ein Schadensereignis mit so vielen Verletzten oder Erkrankten, dass die verfügbaren Rettungsmittel nicht ausreichen, um alle gleichzeitig nach dem üblichen Standard zu versorgen. Die Versorgung wird deshalb vorübergehend priorisiert.

Massenanfall von Verletzten

Praktisch heißt das: Es wird gesichtet, statt sofort behandelt. Wer wie dringend Hilfe braucht, entscheidet über die Reihenfolge – und darüber, welche Klinik angefahren wird.

Wo die Schwelle liegt, hängt nicht an einer festen Zahl, sondern am Verhältnis zwischen Betroffenen und verfügbaren Kräften. Was in einer Großstadt mit mehreren Rettungswachen noch regulär bewältigt wird, kann in einem ländlichen Rettungsdienstbereich bereits ein MANV sein. Viele Bereiche stufen deshalb in eigenen Alarmstufen ab, die mit der Zahl der Betroffenen wachsen.

Ein MANV verlangt eine Führung, die im Alltag nicht gebraucht wird: Leitender Notarzt und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst, eine Patientenablage oder ein Behandlungsplatz, eine geordnete Transportorganisation. Die Arbeit verschiebt sich vom einzelnen Patienten auf den Überblick – wer ist wo, wer wurde wohin gebracht, wer fehlt noch.

Nach dem Einsatz ist die Frage „wer wurde wohin gebracht" oft die dringlichste: Angehörige, Polizei und Kliniken wollen es wissen. Eine lückenlose Erfassung von Verbleib und Transportziel ist deshalb keine Verwaltungsarbeit, sondern Teil der Versorgung.

Grundlage: DIN 13050 (Begriffe im Rettungswesen)

In LORVIS

Im Modul Patienten werden Betroffene mit Sichtungskategorie, Verbleib und Zielklinik erfasst – offline auf dem Gerät. Die Zielkliniken kommen aus einer gepflegten Liste, der Patientenzuweisungscode für die Voranmeldung entsteht im Modul PZC.

Modul: Patienten · ausführlich: Rettungsdienst

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