Rückzugsdruck
Der Rückzugsdruck ist der Flaschendruck, bei dem ein Atemschutztrupp spätestens den Rückweg antreten muss. Er folgt aus dem Grundsatz, für den Rückweg mindestens die doppelte Atemluftmenge des Hinwegs einzuplanen.
Flaschendruck, bei dem der Rückweg beginnt
Maßgeblich ist der niedrigste Druck im Trupp: Der Trupp geht gemeinsam zurück, also zählt der kleinste Vorrat.
Aus der Regel ergibt sich eine einfache Rechnung. Hat ein Trupp auf dem Hinweg einen bestimmten Druck verbraucht, braucht er für den Rückweg das Doppelte davon. Ist ein Drittel des Anschlussdrucks verbraucht, reicht der Rest gerade noch für den doppelten Rückweg – der Rückzug ist also spätestens bei zwei Dritteln des Anschlussdrucks fällig.
In der Praxis wird der Rückzugsdruck oft vorab festgelegt, als fester Wert oder als Anteil des Anschlussdrucks. Ein fester Wert berücksichtigt nicht, wie schwer der Trupp tatsächlich arbeitet; ein aus dem Verbrauch gerechneter Wert tut es, verlangt aber regelmäßige Druckmeldungen. Unabhängig davon warnt das Atemschutzgerät selbst, wenn der Restdruck eine feste Grenze unterschreitet.
Die Rechnung setzt voraus, dass der Rückweg nicht mehr Luft kostet als der doppelte Hinweg. Der Faktor zwei ist der Sicherheitszuschlag dafür, dass der Rückweg anstrengender und langsamer sein kann als gedacht.
Grundlage: FwDV 7 (Atemschutz)
In LORVIS
Die Atemschutzüberwachung in LORVIS rechnet den Rückzugsdruck nach jeder Druckmeldung aus dem tatsächlich Verbrauchten neu. Meldet der Trupp das Ziel, steht der Hinweg fest; was er dort verbraucht, verlängert den Rückweg nicht.
Modul: Atemschutzüberwachung · ausführlich: Atemschutzüberwachung
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